"Wir alle haben eine Geschichte zu erzählen"

mededition cutMedizingeschichte vom Feinsten für den medEdition Verlag, PraxisDepesche, OncoMag, SkinMag, BrainMag und Blog

geschrieben von Tanya Karrer

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

"Die Eindämmung von Infektionskrankheiten hat polizeilichen Charakter"

... im Gespräch mit Prof. Dr. Lukas Fenner.

Die Eindämmung von Infektionskrankheiten hat polizeilichen Charakter Lukas FennerEr erforscht mithilfe von historischen Sterberegistern und hochmodernen Patienten-Trackingsystemen die Übertragung von Infektionskrankheiten. Welchen Nutzen er aus den historischen Daten für das Heute zieht und warum er sich manchmal als «Seuchenpolizist» sieht, erklärt Prof. Lukas Fenner im Gespräch.
PraxisDepesche 6-2019 und medEdition-Blog 2019



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Die Glatze, ein uraltes Phänomen

Die Glatze ein uraltes PhänomenSeit über 3500 Jahren gilt die ungewollte Glatze als Makel. Unzählige Anwendungen, Rezepte und Mittel brachten seither kaum Abhilfe. Die moderne Medizin macht Fortschritte, doch auch sie kann viele Männer noch nicht vom Handicap auf dem Kopf befreien.
medEdition-Blog 2019

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Sonnenbräune - früher hui, heute pfui

Sonnenbräune früher hui heute pfuiVom Auf und Ab eines Kults: Ein brauner Teint galt lange Zeit als verpönt, ja pöbelhaft. Erst mit der Entdeckung der gesundheitlichen Wirkung des Sonnenlichts im 18. Jahrhundert kam das Sonnenbaden auf, und die Sonnenbräune wurde bald zu einem Statussymbol. Doch Bräune liess sich ohne Sonnenbrand kaum erreichen – bis die ersten Sonnenschutzmittel aufkamen.
2018: SkinMag 01-2018, S. 52-54 und medEdition-Blog

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Der Markschwamm - Rätsel um eine verschwundene Krankheit

Der Markschwamm prägte ein ganzes Jahrhundert lang die Medizinbücher. Dann verschwand er wieder. Ist der Markschwamm ein Krebs? Oder eine parasitäre Erkrankung? Oder gar eine ansteckende Krankheit? Klar ist nur, dass der Markschwamm ein höchst unklares Phänomen war. 
OncoMag 3-2020, S. 46-49.

 

Wenn Seuchen Mode machen. Modeschöpferin Medizin

Schutzmasken schützen nicht nur vor Ansteckung, sondern sind für manche Menschen auch ein modisches Statement. Schon Syphilis und Kröpfe prägten textile Eitelkeiten. Sogar weisse Kittel sind modischen Einflüssen unterworfen.
PraxisDepesche 4-2020, S. 22-23.

 

Licht ins Dunkel des Darmrohrs

Wie Darmkrebs entsteht, weiss man bis heute nicht mit Sicherheit. Ursachenforschung wird aber schon seit mehreren hundert Jahren betrieben. Dank ihr ist heutzutage eine Früherkennung und Heilung möglich.
OncoMag 3-2019, S. 44-46

 

Als Aerobic Männersache war

Von der militärischen Ertüchtigung zum globalen Fitnesstrend. Turnvater Friedrich Jahn lancierte im 19. Jahrhundert die Turnbewegung in Europa. Sein Ziel: Knaben und Männer für den Kriegsfall zu ertüchtigen. Gut hundert Jahre später, 1968, entwickelte der US-Arzt Kenneth H. Cooper Aerobics. Nicht für Jane Fonda, wie man denken könnte, sondern für die toughen Männer der U. S. Air Force. Aerobics sollte sie fit für Kriege und die Eroberung des Weltalls machen.
PraxisDepesche 02-2019, S. 22-24

 

Die Zigarette in den letzten Zügen?

Rauchen ist tödlich. Seit 2007 prangt dieser Satz auf jeder Zigarettenpackung. Die Schädlichkeit des Rauchens für die Gesundheit ist seit mehr als hundert Jahren bekannt. Doch die Erkenntnis wurde lange nicht sichtbar in den Nebelschwaden, in die sich Zigarettenfreunde und Tabakmultis hüllten.
OncoMag 01-2019, S. 42-44

 

Der steinige Weg zur ersten Chemotherapie bei Leukämie

Von weissem Blut und Vampiren. Die Medizingeschichte hat schon zahllose Dramen geschrieben. Auch der Weg zur ersten erfolgreichen Chemotherapie war steinig. Es folgt eine Erzählung in ausnahmsweise sieben Akten über die Rückschläge und Erfolge in der Leukämieforschung. Die Opfer: kranke Kinder. Der Bösewicht: Leukämie. Die Helden: Ärzte und Wissenschafter und – ein Vampir.
OncoMag 04-2018, S. 34-36

Geschichte der Leukaemiebehandlung

 

Potz heilige Siech!

Lepra in der Schweiz des Mittelalters. Mit Siechen bezeichnete man im Mittelalter an Lepra erkrankte Menschen. Obschon in Siechenhäuser abgeschoben, waren sie wichtig für das Seelenheil der Gesunden. Die Lepra kommt in der Schweiz seit dem 17. Jahrhundert kaum mehr vor. Doch in der Umgangssprache lebt Begriff Siech munter weiter.
PraxisDepesche 05-2018, S. 28-30

 

Vom Ausserkrankenhaus zum ersten Finsen-Institut in Bern

Durchbruch bei der Lupus-Behandlung. Zu Beginn ihrer Geschichte kämpfte die Dermatologie und Venerologie in Bern um Anerkennung ihrer Leistungen. Im Finsen-Institut befreite sie dann Lupus-Patienten von ihrem entstellenden Stigma und gleichzeitig sich selbst vom Schattendasein. Aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie im letzten Jahr wälzten wir alte Jahresberichte und Frau Prof. Dagmar Simon, leitende Ärztin der Klinik, gewährte Einblick in medizinische Aspekte der Geschichte der Klinik.
SkinMag 02-2018, S. 42-44

 

Vom guten und schlechten Sterben

Die Geschichte der Palliative Care. Anfangs Jahr stimmte der Berner Grosse Rat einem Modellversuch für mobile Palliativdienste zu. Schwer kranke und sterbende Menschen sollen ausserhalb eines Spitals oder einer spezialisierten Institution betreut und gepflegt werden. Was heute innovativ klingt, war über die Jahrhunderte hinweg gang und gäbe: Kranke und Sterbende wurden zu Hause gepflegt. Erst mit der Professionalisierung des Ärzte- und Pflegeberufes und der Krankenhäuser im 19. Jahrhundert wurde das Sterben zu einer ausserhäuslichen Angelegenheit.
OncoMag 03-2018, S. 24-26

 

Ein Gruss aus der Küche

Die Geschichte der Gastronomie. Was ist eine Schildwirtschaft? Was hat es mit dem Service à la Russe auf sich? Wie deckt man den Tisch richtig und welches Besteck ist wofür? Was macht guten Service aus und wie entstand die Kochkunst? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt das Schweizerische Gastronomiemuseum in seiner neuen Ausstellung auf Schloss Hünegg in Hilterfingen bei Thun.
PraxisDepesche 03-2018, S. 26-28

Ein Gruss aus der Küche Gastronomiemuseum

 

Von der Bergsucht und der Hüttenkatze

Lungenkrankheiten im Bergbau. Bei Bergsucht und Hüttenkatze handelt es sich weder um die romantische Sehnsucht nach alpinen Gipfeln noch um ein anschmiegsames Haustier im Chalet. Zumindest nicht im medizinischen Kontext. Hier stehen die Begriffe für Lungenkrankheiten, die vor allem Bergarbeiter heimsuchten. Paracelsus beschrieb im 16. Jahrhundert als einer der ersten die spezifischen Leiden dieser Berufsgattung.
PraxisDepesche 02-2018, S. 28-30

 

"Die Erfindung des Kühlschranks führte zur Abnahme von Hirnschlägen"

...Im Gespräch mit Prof. Dr. Heinrich Mattle. Es ist ein herrlicher Sommertag in Bern. Heinrich Mattle, pensionierter Professor für Neurologie und Senior Consultant, hat das Café Einstein au Jardin auf der Münsterplattform als Treffpunkt vorgeschlagen. Umgeben von Touristen erzählt er über seine Beziehung zu Skandinavien und die neuere Geschichte der Hirnschlagbehandlung und -prävention.
PraxisDepesche 02-2018, S. 90-93

Die Erfindung des Kühlschranks führte zur Abnahme von Hirnschlägen Prof Heinrich Mattle

 

Ca[SO4]2H2O: Der Gipsverband und seine Geschichte

An einen Gipsverband in jungen Jahren erinnern sich wohl so manche, inklusive individueller Verzierungen. Fixierende Bandagen werden in der Medizingeschichte seit mindestens 3000 Jahren erwähnt. Doch der „Gips“ - obwohl als Material seit langer Zeit bekannt -  etablierte sich in der Medizin erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
PraxisDepesche 01-2018, S. 28-30

 

Die schwarzen Brüder und der Kaminfegerkrebs

Krebs bei Kindern vor 250 Jahren. Bring mir Glück, Schornsteinfeger bring mir Glück….., so tönt’s in der „Kaminfegerhymne“. Weil Kaminfeger durch ihre Arbeit Brände vermeiden, gelten sie seit Jahrhunderten als Glücksbringer. Doch der Berufsstand hat eine bewegte Geschichte hinter sich, geprägt von Kinderarbeit, Armut, Ausbeutung und spezifischen Krankheiten wie dem Kaminfegerkrebs. Eine Erzählung über die schwarzen Brüder und die erste Krebsprävention der Geschichte.
OncoMag 01-2018, S. 24-27

Die schwarzen Brüder und der Kaminfegerkrebs

 

Forever Young?!

Geschlechtsdrüsen für die Rejuvenation. Der Mensch strebt seit jeher nach ewigem Leben oder versucht zumindest, es zu verlängern. Dank ausreichender Nahrung, neuer medizinischer Erkenntnisse, wirksamer Therapien und allgemein guten Lebensbedingungen leben Westeuropäer heute bedeutend länger als noch ihre unmittelbaren Vorfahren. Doch man will nicht nur „alt“ werden, sondern dabei möglichst „jung“ bleiben. Ein Büchlein von 1931 gibt erstaunliche Tipps zur Vermeidung des Alterns und zur Verjüngung.
PraxisDepesche 06-2017, S. 30-32

 

Theodor Kocher - Ein Pionier der radikalen Brustentfernung bei Mammakarzinom

Vor hundert Jahren starb der Berner Chirurg und Nobelpreisträger Theodor Kocher. Die von ihm entwickelte Kocher-Klemme ist wohl noch heute jeder Ärztin und jedem Arzt ein Begriff. Einige werden Kocher auch mit Verdiensten in der Schilddrüsenforschung in Verbindung bringen. Dass er sich auch mit Krebsoperationen auseinandersetzte, dürften aber nur wenige wissen. Eine davon war die Operation des Brustkrebses.
OncoMag 04-2017, S. 30-32

 

Eine saubere Sache

Körperpflege in der Antike. «C’est du propre» heisst die aktuelle Ausstellung im Römischen Museum in Vallon (FR). Sie handelt von Hygiene und Schönheit zu Zeiten der alten Römer von vor gut 2000 Jahren. Wer schnöde Steinhaufen erwartet, wird eines Besseren belehrt. Im modern inszenierten Badehaus mit Frisierecken wird Ovid, Plinius dem Älteren oder Celsus das Wort erteilt, um sie Geschichten rund um Sauberkeit, Körpergeruch, Kosmetik und Haarpracht erzählen zu lassen. Ein Highlight ist das «stille Örtchen».
SkinMag 02-2017, S. 60-62

 

Als die Schulbank drückte

Skoliose, Rachitis und Vitamin D. Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen Skoliosen bei Kindern signifikant zu. Die Schuld gab man den engen Schulbänken. Dank ergonomischer Pulte schwand dann die Skoliose, stattdessen häuften sich aber Rachitisfälle. Gab es einen Zusammenhang?
PraxisDepesche 04-2017, S. 36-38 

 

Das Wundermittel Radium - Strahlende Schönheit und Gesundheit

Das strahlende Element Radium wurde 1898 entdeckt und löste einen fast dreissigjährigen Hype aus. Wissenschaft, Medizin, Industrie und die Konsumgüterbranche spekulierten auf das seltene Metall, der Preis explodierte - bis der Mythos jäh entzaubert wurde.
OncoMag 02-2017, S. 28-29

 

Warzen braucht es nicht

Warzenbehandlung um 1825. Seit Jahrhunderten ranken sich um Warzen viele Mythen. Die Methoden, sie zum Verschwinden zu bringen, sind fast so vielfältig wie die Geschichten selbst. Evidenzbasierte Medizin und Aberglaube ergänzen sich.
SkinMag 1-2017, S. 54-57

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"Ich habe den Dosendeckel-Defibrillator erfunden"

... Im Gespräch mit Dr. med. Fritz Roth. 1958 wurde im Berner Inselspital die erste intensivmedizinische Station der Schweiz eröffnet. Dr. med. FritzRoth (*1931) baute sie auf und leitete sie bis zu seiner Pensionierung.Er hat viele medizinische Apparate entwickelt.Welche das sind und wie sie funktionieren, erläutert er im Interview.
PraxisDepesche 2-2017, S. 58-60

Ich habe den Dosendeckel-Defibrillator erfunden Fritz Roth

 

Vom Siegeszug des Apfels

Wie der Apfel gesund wurde. Obschon es ihn seit Adam und Eva gibt, wird der Apfel erst seit etwa zweihundert Jahren als gesundes Nahrungsmittel geschätzt. Zu seiner heutigen Ehre kam er vor allem aus wirtschaftlichen Gründen.
PraxisDepesche 2017

 

Die Glücksfabrik - Vom Schlachtbetrieb zur Endokrinologie

Buchrezension des Romans "Die Glücksfabrik" von Saskia Goldschmidt (Deutscher Taschenbuchverlag 2014). Der Roman von Saskia Goldschmidt beruht - wie im Klappentext erwähnt wird - auf wahren Begebenheiten und verflicht die Geschichte des holländischen Pharmaunternehmens Organon und deren Protagonisten in eine Erzählung voller Tabubrüche und Skrupellosigkeit im Wettstreit um Ruhm, Geld und Hormone.
PraxisDepesche 5-2016, S. 59