"Wir alle haben eine Geschichte zu erzählen"

Das Salz in der Suppe - Redewendungen und ihre Geschichte

Woher stammt die Redewendung "Das Salz in der Suppe?" Ein Blick in die Geschichte gibt die Antwort.

Wer schwitz, verliert Salz. Salz wiederum ist lebenswichtig, auch wenn man es mit dem Konsum nicht übertreiben sollte. 

Das Salz in der Suppe - Redewendungen und ihre GeschichteSalz war lange Zeit ein rares und damit kostbares Gut - nicht umsonst hiess es "weisses Gold" - das von ausserhalb importiert werden musste und als Schmuggelware begehrt war. Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts kann die Schweiz ihre Bevölkerung mit den eigenen Salzvorkommen versorgen.

Bei den Schweizerinnen und Schweizern kamen oft Breie und Suppen auf den Tisch. Das wertvolle Salz gab der ansonsten faden Speise jeweils erst ihren Geschmack. Das Salz in der Suppe zu sein, bedeutet folglich, die entscheidende Zutat zu etwas zu sein. Wie das Salz in der Suppe, macht diese Zutat etwas Fades oder Bedeuntungsloses zu etwas Bedeutungs- und Freudvollem.
Wer übrigens eine Salzmühle aus dem 18. Jahrhundert und andere Gegenstände, die die Menschen zu Redensarten inspirierten, bewundern möchte, kann dies im Schweizerischen Gastronomiemuseum in Hilterfingen tun. Und danach zur Abkühlung in den Thunersee springen. www.gastronomiemuseum.ch

Hier mehr Infos zur Ausstellung im Schweizerischen Gastronomiemuseum

 

Die Autorin
Tanya Karrer – Expertin für Jubiläen, Geschichte und Geschichten. Inhaberin und Geschäftsführerin von constoria.ch